Ein gefährliches Missverständnis
An einem Sonntag beendet ein alter Dorfpfarrer, der seit über 40 Jahren im Amt ist, seine Predigt und schlägt dabei mit der Faust auf den Altar.
Er sagt zu seinen Gemeindemitgliedern:
„Ich habe in all den Jahren das Wort Ehebruch bestimmt tausendmal gehört! Wenn ich es noch einmal höre, gehe ich in Rente!“
Die Dorfbewohner mochten ihn sehr und beschlossen deshalb, dieses Wort nie wieder zu benutzen.
Stattdessen einigten sie sich darauf, einfach zu sagen:
„Ich bin gestolpert.“
Das funktionierte wunderbar. Der Pfarrer lebte noch viele Jahre zufrieden weiter.
Nach seinem Tod kam ein junger Pfarrer in die Gemeinde.
Schon nach kurzer Zeit fiel ihm auf, wie viele „Unfälle“ es im Dorf gab.
Schließlich ging er zum Bürgermeister und sagte:
„Herr Bürgermeister, Sie müssen dringend etwas gegen den Zustand der Gehwege unternehmen! Es ist unglaublich – hier stolpert ja ständig jemand!“
Der Bürgermeister, der die wahre Bedeutung des Ausdrucks kannte, begann laut zu lachen.
Er krümmte sich vor Lachen über seinem Schreibtisch, bis der junge Pfarrer streng sagte:
„Was gibt es denn da zu lachen? An Ihrer Stelle würde ich das nicht so lustig finden!
Zum Beispiel ist Ihre Frau letzte Woche dreimal gestolpert!“